Für alle statt für wenige.


Gemeinsam für die Menschenwürde aller

Von SPe, 29.Januar.2020

STANDPUNKT von Matthias Zemp

Das Antirassismusgesetz wurde 1994 von der Mehrheit der Stimmberechtigten angenommen. Diskriminierung und Hetze gegen Menschen aufgrund der Hautfarbe, Ethnie oder Religion sind nicht erlaubt. Nun soll dieser Schutz auch auf homo- und bisexuelle Menschen ausgeweitet werden, und das ist richtig.

Menschen aufgrund ihres Seins herabzusetzen, aufgrund einer nicht frei wählbaren Eigenschaft zu diskriminieren, ist nicht in Ordnung. Es ist nicht rechtens. Deshalb ist die Strafnorm angebracht.

Ein Ja zum Schutz vor Hass am 9. Februar ist ein Signal an uns Betroffene, unsere Familien und Freunde und auch an die ganze Gesellschaft: Wir stehen zusammen ein für die Menschenwürde aller. Diese Solidarität der Mehrheit mit den Minderheiten ist wichtig und ein Zeichen der Stärke. Sie wird uns allen guttun.

Ein JA ist ein weiterer Schritt hin zu einer gerechten und gleichberechtigten Gesellschaft. Es macht deutlich, wir wollen nicht mehr zurückschreiten, nie wieder.