Für alle statt für wenige.


Kanton wehrt sich zu passiv gegen Schliessungen der Poststellen

Von SPe, 6.Juni.2017

Medienmitteilung der SP Kanton Luzern

Schliessungswelle in Luzern
Im Kanton Luzern sollen von heute 47 Poststellen 16 geschlossen werden. Vier weitere Poststellen (Büron, Emmenbrücke 1, Menznau, Ballwil) wurden seit Oktober 2016 schon geschlossen. Damit verliert Luzern ein Viertel seiner Poststellen. Die von der Post vorgeschlagenen alternativen  Zugangsmöglichkeiten sind keine echten Alternativen, weil sie jeweils nur einen einzigen oder ganz wenige Services anbieten. Insbesondere der Kahlschlag in der Stadt Luzern ist enorm. Über die Hälfte der Poststellen werden geschlossen.

Regierung zu passiv
Der Kantonsrat hat ein Postulat von David Roth überwiesen, wonach sich der Regierungsrat gegen Poststellenschliessungen zu wehren hat. Bislang ist davon wenig zu spüren. Es wirkt vielmehr so, als ob die Regierung sehr nahe an der Schliessungspropanda der Post ist.

Schliessungsprozess muss boykottiert werden
Diese Mitteilung kommt nur gerade drei Tage, nachdem der Nationalrat sich mit 172 zu 13 Stimmen klar gegen den aktuellen Abbau ausgesprochen hat. Der Nationalrat macht deutlich, dass er weiterhin auf das volle Serviceangebot und ein gut ausgebautes Netz besteht. Offensichtlich schert sich die Postführung nicht einen Deut um den Willen der Politik. Solange auch der Bundesrat weiterhin die Hände in den Schoss legt, sind in Luzern, wie auch in der ganzen Schweiz, die Gemeinden und die Kantone gut beraten, sich vehement gegen den Abbau zur Wehr zu setzen. Es gilt dabei, die Gespräche mit der Post erst dann weiterzuführen, wenn das Postgesetz revidiert worden ist. Nur so kann verhindert werden, dass man nicht vor vollendete Tatsachen gestellt wird.