Für alle statt für wenige.


Was machen die welschen Kantone und das Tessin besser?

Von SPe, 4.September.2017

Erstaunlich, wie heftig und emotional in der Deutschschweiz der Kompromiss zum Fremdsprachenunterricht in Frage gestellt wird.

Das lässt sich ennet der Sprachgrenzen so nicht feststellen. In der Westschweiz wird in der Primarschule zuerst Deutsch und dann Englisch unterrichtet. Der Fremdsprachenunterricht ist breit akzeptiert und bereitet offenbar weniger Mühe. Im Tessin wird mit Französisch begonnen, später folgen obligatorisch Deutsch und Englisch. Müssen die Romands und Tessinerinnen einfach mehr erfüllen, weil sie zur sprachlichen Minderheit in unserem Land gehören? Und die Mehrheit darf sich foutieren?

Ich meine nein und lehne die „Fremdsprachen-Initiative“ ab. Anstatt einvernehmlich getroffene Beschlüsse bereits wieder über den Haufen zu werfen, kann doch die Frage lauten: Was machen die welschen Kantone und das Tessin besser? Die Mehrheit darf durchaus von der Minderheit lernen.


StandPunkt | Matthias Zemp