Wir ergreifen Partei.


Nein zu tieferen Renten

Von SPe, 20.Juni.2024

STANDPUNKT von Rudolf Strahm
alt Nationalrat SP und ehemaliger eidg. Preisüberwacher

 

Im September stimmen wir über die verunglückte Pensionskassen-Vorlage ab. Sie will den Umwandlungssatz der Pensionskassen senken, was hohe Rentenkürzungen für die Neupensionierten zur Folge hätte.

Diese Vorlage ist aber heute schon überholt. In den paar Jahren der Negativzinsen konnten die Älteren nicht genügend Alterskapital ansparen und es wurde behauptet, die junge Generation würde die ältere finanzieren. Mit der Zinsnormalisierung ist es jetzt wieder umgekehrt: Die ältere Generation finanziert ihre Renten selbst und zahlt sogar für die Jungen mit. Diese Senkung des Umwandlungssatzes braucht es also gar nicht!

Ursprünglich waren die Pensionskassen als gewinnfreies Sozialwerk gedacht, aber durch viele subtile Tricks saugt die Finanzindustrie jetzt Milliarden ab. Bereits heute versickern in der zweiten Säule für die Vermögensverwaltung und Verwaltung über 8 Milliarden Franken pro Jahr bei Banken, Managern und Anlagefonds.

Diese sogenannten Sickerkosten in der Finanzbranche kosten jede*n Pensionskassen-Versicherte*n im Duchschnitt 1’400 Franken pro Jahr. Mit der Pensionskassen-Vorlage würden diese Kosten weiterlaufen.

Fazit: Diese Pensionskassen-Vorlage darf nicht durchkommen! Die SP hat gemeinsam mit den Gewerkschaften das Referendum gegen die Vorlage ergriffen. Nun hat die Stimmbevölkerung im September das letzte Wort. Ich bin überzeugt, dass wir diese verunglückte und unsoziale Vorlage gemeinsam bodigen können.